NETYVO DOCS

Dokumentation

Netyvo ist heute ein umfangreiches Werkzeug für Heimnetz und Administration: DNS pro App und Own DNS, WLAN und Speed Test, erweitertes SSH mit Terminal und SFTP, TCP/UDP-LAN-Scanning, Backup sowie WOL PRO mit sicherem Remote Wake vom Telefon über Android TV.

Version 3.16.6 — großer Ausbau der Admin-Tools

Gegenüber der alten 3.11-Website sind SSH, Dateitransfer, LAN-Scanning, Backup und Wake-on-LAN deutlich umfangreicher. Diese Website wurde an diesen Code-Stand angepasst.

SSH als vollständiger Workspace

  • Terminal, mehrere Sitzungen, Makros und Verlauf.
  • SFTP mit Dateioperationen und Hintergrund-Warteschlange.
  • Jump Host, Known Hosts, Identity Vault, WinSCP/OpenSSH/PuTTY-Import und verschlüsselte Backups.
  • Tunnels Pro: LOCAL, REMOTE und dynamisches SOCKS5.

Network Scanner Pro und WOL PRO

  • Umfangreicheres Host-, TCP/UDP-, Dienst-, Inventar- und Verlaufs-Scanning.
  • WOL PRO speichert Geräte als Profile und führt lokalen Verlauf.
  • QR und tokenbasierte Automatisierung arbeiten nur mit freigegebenen Profilen.
  • Remote Wake weckt einen PC aus dem Telefonbrowser über Android TV im selben LAN — ohne ADB.

Inhaltsverzeichnis

  1. Erste Schritte und der Startbildschirm
  2. Was ist Free und was ist Premium
  3. Klassisches DNS, verschlüsseltes DNS, Profile und Automatisierung
  4. DNS: riskante Schalter und Felder
  5. Own DNS: die neue lokale DNS-Firewall
  6. Own DNS: Schalter und Auswirkungen
  7. Expert DNS
  8. Import, Export, QR und TV-Transfer
  9. Lokales Backup und Wiederherstellung
  10. Wi‑Fi Analyzer und Raum-Scans
  11. Internet Speed Test
  12. Netzwerkwerkzeuge und lokale Statistiken
  13. Network Scanner Pro
  14. WOL PRO und Remote Wake
  15. SSH Client und Tunnel
  16. SSH: SFTP und Transfer Center
  17. SSH: Sicherheit, Import und Backup
  18. Walkie Talkie Free und Walkie Beta QR Premium
  19. Android TV, Launcher, Widgets und Auto/Bluetooth
  20. Datenschutz und wichtige Hinweise

Was dieses Handbuch abdeckt

Dies ist keine technische Entwicklerdokumentation. Es ist ein praktischer Leitfaden: was jeder Bildschirm macht, wann man ihn benutzt, wo Free endet, wo Premium beginnt und welche Funktionen nur für Telefone oder nur für Android TV gedacht sind.

Die Dokumentation spiegelt die aktuelle lokale Repository-Generation wider: 3.16.6 . Der separate Änderungsverlauf beschreibt die Versionen auf Basis der Dateien CHANGES-*.txt und neuerer lokaler Commits.

1. Erste Schritte und der Startbildschirm

Der Startbildschirm bündelt das Wesentliche an einem Ort: DNS-VPN-Status, gewählter Resolver, Schnellzugriffe auf die Hauptmodule und den aktuellen Free/Premium-Status.

  • Connect / Disconnect startet oder stoppt das lokale DNS-VPN. Die App verwendet Android VpnService nur für die DNS-Verarbeitung auf dem Gerät, nicht für einen Länderwechsel oder das Routen des gesamten Datenverkehrs über einen entfernten VPN-Server.
  • Servers ist der Bereich für klassisches DNS, DoH, DoT oder einen benutzerdefinierten Resolver.
  • Apps erlaubt Premium-Nutzern festzulegen, ob DNS für alle Apps oder nur für ausgewählte Apps gilt.
  • Werkzeuge ist der Diagnosebereich: Wi‑Fi Analyzer, Speed Test, SSH, LAN-Erkennung, Wake-on-LAN, Stability Monitor und weitere Netzwerkwerkzeuge.
  • Auf Android TV zeigt der Startbildschirm zusätzlich Hinweise zum Launcher und Hilfen für die Navigation mit der Fernbedienung.

Anpassung des Startbildschirms in Version 3.16.6:

  • In den Einstellungen lassen sich Startbereiche sortieren, ausblenden, wiederherstellen und zurücksetzen. Ausblenden löscht keine Profile, Gruppen, Favoriten oder Befehle.
  • Auf Telefon oder Tablet öffnet Halten und Loslassen die Bearbeitung; Halten und Bewegen ändert die Reihenfolge. Auf dem TV dienen die Bildschirmtasten und Pfeile der Fernbedienung dazu.
  • Home kann eigene Kurzbefehle, DNS-Profile, App-Gruppen, bevorzugte DNS-Server und nach Server gruppierte SSH-Befehle zeigen.

Der einfachste Einstieg ist: DNS-Server auswählen, auf Connect drücken, den Status prüfen und nur dann in die erweiterten Module wechseln, wenn man sie wirklich braucht.

2. Free und Premium

BereichFreePremium Lifetime
DNSBasis-DNS und Resolver-BibliothekProfile, DNS pro App, DoH/DoT, Smart Profiles und Own DNS
WLAN / SpeedSchnellscan/-testRaumscan, Verlauf, Vergleiche und vollständige Messwerte
SSH / SFTPSSH Pro, Terminal, mehrere Sitzungen, SFTP, Transfer Center, Jump Host und Biometrie
TunnelLOCAL -L, REMOTE -R und SOCKS5 -D
Network ScannerBasis-LAN-PrüfungenDiscovery, TCP/UDP, Dienste, Identifikation, Inventar, Verlauf und Berichte
Wake-on-LANBasis-WOLWOL PRO mit Profilen, Verlauf, QR, Automatisierung, Shortcuts und Remote Wake
BackupLokaler Export/Backup je nach Datentyp; sensible SSH-Daten können verschlüsselt gesichert werden.

Free bleibt der einfache Einstieg für DNS. Premium ist für Own DNS, SSH/SFTP, Netzwerk-Scanning, WOL PRO, Automatisierung und erweiterte Diagnose gedacht.

3. Klassisches DNS, verschlüsseltes DNS, Profile und Automatisierung

Die App kann weiterhin einfach bleiben, hat inzwischen aber mehrere Ebenen der DNS-Steuerung. Am leichtesten versteht man sie als vier Stufen.

  • Klassisches DNS bedeutet manuelle IPv4/IPv6-Resolver oder fertige Anbieter aus der eingebauten Bibliothek. Das ist die beste Wahl, wenn man nur einen anderen Resolver ohne zusätzliche Logik möchte.
  • DNS-over-HTTPS und DNS-over-TLS verschlüsseln DNS-Abfragen. DoT benötigt einen Hostnamen, DoH eine vollständige HTTPS- dns-query -URL; die App warnt, wenn das Adressformat nicht zum gewählten Transport passt.
  • DNS-Profile und App-Gruppen speichern fertige Setups. So lässt sich mit einem Tipp zu einem „Zuhause“-, „Kinder“- oder „Streaming“-Profil zurückkehren.
  • Smart Profiles automatisieren den Wechsel. Man definiert ein Zeitfenster, das zu aktivierende Profil und optional ein Rückkehrprofil nach Ablauf des Zeitfensters.

Child profile ist ein spezieller Premium-Profiltyp. Er speichert die aktuelle DNS- und App-Auswahl, und das Verlassen dieses Modus erfordert einen vierstelligen Exit-Code. Eine separate Recovery-PIN dient nur dazu, bei einem vergessenen Code wieder die Kontrolle zu erhalten.

DNS-Schalter und Felder mit echtem Einfluss auf die Auflösung

  • Klassisches DNS / UDP ist der sicherste Modus für manuell eingetragene IP-Resolver. Er verschlüsselt nicht, verursacht aber bei eigenen Werten am seltensten Verbindungsprobleme.
  • DNS-over-TLS (DoT) verlangt einen Hostnamen, keine rohe IP und keinen vollständigen HTTPS-Link. Ein falsches Format führt besonders leicht zu fehlendem Internet, weil das TLS-Zertifikat nicht zur Adresse passt.
  • DNS-over-HTTPS (DoH) verlangt eine vollständige https://.../dns-query -URL. Ein bloßer Host oder eine bloße IP wird von vielen Providern abgelehnt; Presets sind deshalb am sichersten.
  • NextDNS ID ist nur ein Helfer, der aus deiner Konfigurations-ID die korrekte DoH-URL erstellt. Die App legt kein Konto an und verwaltet keine Regeln aus dem NextDNS-Dashboard.
  • Control D Custom akzeptiert entweder einen DoT-Hostnamen oder eine vollständige DoH-URL aus dem eigenen Konto. Das ist flexibel, aber ein falsches Format kann die DNS-Auflösung schnell lahmlegen.
  • Alle Apps / ausgewählte Apps entscheidet, ob das lokale DNS-VPN das ganze Gerät oder nur die gewählten Apps abdeckt. Alles außerhalb der ausgewählten Liste läuft im Modus „ausgewählte Apps“ weiter über den normalen Netzwerkpfad.
  • IPv6 DNS aktiviert DNS-Verarbeitung für IPv6-orientierte Netze und Resolver. Das hilft bei echtem IPv6-Einsatz durch Provider oder Router, kann in schlecht konfigurierten Netzen aber Wartezeiten oder Instabilität erhöhen.
  • TCP fallback erlaubt einen DNS-Neuversuch über TCP, wenn UDP-Antworten abgeschnitten werden oder scheitern. Das hilft bei restriktiven Netzen oder großen Antworten, kann aber etwas langsamer sein.
  • Autostart stellt aktuelle Einstellungen oder ein gewähltes Profil nach dem Start von Android TV wieder her. Praktisch, aber eine fehlerhafte Konfiguration kommt so nach jedem Neustart wieder zurück.
  • Kill Switch Assist ist kein echter System-Kill-Switch. Die App hilft nur beim Öffnen der VPN-Einstellungen und beim Wiederaufnehmen des Profils; harte Verkehrssperren erfordern Always-on VPN plus Verbindungen ohne VPN blockieren .
  • Smart Profiles können DNS nach Zeitplan automatisch umschalten. Wenn DNS scheinbar „von selbst“ wechselt, zuerst aktiven Zeitplan und Rückkehrprofil prüfen.

Wichtig laut App-Code: wenn eine DoT-/DoH-Adresse nicht zum gewählten Transport passt, zeigt die App eine Warnung und kann bei bekannten Providern sogar eine automatische Korrektur auf den richtigen verschlüsselten Endpoint anbieten. Im Google-Play-Build ist die Liste „ausgewählte Apps“ außerdem auf für Android sichtbare Apps begrenzt, sodass manche Systempakete dort gar nicht manuell auswählbar sind.

4. Own DNS: die neue lokale DNS-Firewall

Own DNS ist nicht nur „eine weitere Server-Voreinstellung“. Es ist ein eigener Premium-Modus, der sich wie eine kleine DNS-Firewall direkt auf dem Gerät verhält.

  • Die App prüft zuerst lokale Regeln und Filterlisten.
  • Nur erlaubte Domains werden an den verschlüsselten DoH- oder DoT-Upstream gesendet.
  • Eingebaute Kategorien umfassen Werbung , Tracker , Malware und Telemetrie .
  • Man kann HTTPS-Quellen hinzufügen, eigene Regeln vom Typ allow / block / host / redirect erstellen, eine Domain testen und Filter manuell aktualisieren.

Sicherste erste Einrichtung:

  1. Own DNS settings öffnen.
  2. Mit Apply preconfigured profile eine funktionierende Basis laden.
  3. Den verschlüsselten Upstream prüfen und die DoH/DoT-Adresse bei Bedarf korrigieren.
  4. Nur die Filterlisten aktivieren, die wirklich benötigt werden.
  5. Test configuration oder Test upstream connection ausführen.
  6. Erst nach erfolgreichem Test auf Connect drücken.

So liest man den Own-DNS-Bildschirm:

  • Dashboard zeigt aktive Regeln, heutige Blockierungen, Cache-Treffer, Abfragen, Upstream-Latenz, Fehler und den Zeitpunkt des letzten Updates.
  • Test domain erklärt, ob eine Domain blockiert, erlaubt, umgeleitet oder durch einen eigenen Host-Eintrag beantwortet wird.
  • Import domain list erlaubt das Einfügen von Hosts- oder Domain-Zeilen und zeigt eine Vorschau akzeptierter und abgelehnter Einträge.
  • Auto-update filter lists aktiviert die Hintergrundaktualisierung aktiver Filterquellen.

Datenschutz bei Own DNS: vollständiges Domain-Logging ist standardmäßig aus. Wenn man es aktiviert, bleiben die Logs bis zu sieben Tage lokal. Man kann sie löschen, als vollständige JSON-Datei exportieren oder anonymisiert exportieren. Nichts wird automatisch hochgeladen.

Own DNS: Schalter und Aktionen mit dem größten Einfluss auf das Endergebnis

  • Apply preconfigured profile lädt einen sicheren Startpunkt mit funktionierendem DoH und Beispielregeln. Das ist eine Testbasis, aber keine fertige Richtlinie für jedes Zuhause.
  • Integrierte Werbung / Tracker / Malware / Telemetrie sind getrennte lokale Blocklisten. Telemetrie ist oft die schärfste Kategorie, weil manche Apps ähnliche Domains auch für Diagnose, Konfiguration oder Anmeldung verwenden.
  • Auto-update filter lists aktualisiert aktive Quellen im Hintergrund. Das hält die Blockierung frisch, kann das Verhalten aber auch ohne manuelle Änderung verändern, wenn Listen Domains hinzufügen oder entfernen.
  • HTTPS-Quellen erlauben zusätzliche externe Listen. Je mehr Listen aktiv sind, desto höher ist das False-Positive-Risiko; Test domain und lokale allow -Ausnahmen werden dann wichtiger.
  • Allow lässt eine Domain lokal passieren, obwohl breitere Filter sie blockieren würden. Das ist das wichtigste Werkzeug gegen False Positives.
  • Block blockiert die Domain lokal, bevor sie den Upstream erreicht. Das ist die sicherste Schutzregel, weil nichts umgeschrieben wird.
  • Host beantwortet eine Domain direkt auf dem Gerät mit einer festen IP. Das ist gut für eigene LAN-Hosts, aber eine falsche IP lenkt Apps sofort an den falschen Ort.
  • Redirect schreibt eine Domain auf eine andere IP um. Das ist die stärkste und riskanteste Aktion, weil damit Anmeldungen, CDNs oder Apps leicht kaputtgehen können, wenn die Domain normalerweise auf mehrere dynamische Adressen zeigt.
  • Entscheidungsreihenfolge in Own DNS lautet exceptions/allow → host → redirect → block → integrierte Listen → Cache → verschlüsselter Upstream . Ein allow kann also eine gelistete Domain freigeben, während host oder redirect noch vor dem externen Resolver greifen.
  • Test configuration / Test upstream connection sollte nach jeder Änderung am Upstream oder an Regeln ausgeführt werden. Die App markiert solche Profile bewusst als retest-pflichtig, weil ausgelassene Tests schnell zu komplett fehlendem DNS führen.
  • Domain-Logging speichert erlaubte und blockierte Domains lokal bis zu sieben Tage. Es zerstört keine Verbindung, macht das Gerät aber datenschutzsensibler.
  • Top blocked stats liefert eine leichtere Zusammenfassung der am häufigsten blockierten Domains ohne vollständiges Log. Das ist nützlich für Diagnose ohne Vollverlauf.

Wichtig laut App-Code: „Konfiguration speichern“ speichert das Profil nur, aktiviert aber noch keine Filterung. Erst „Connect“ startet Own DNS wirklich. „Filter jetzt aktualisieren“ lädt die aktuellen Quellen sofort herunter, und „Vorschau“ zeigt vor dem Speichern, welche Importzeilen akzeptiert oder verworfen werden. Die integrierte Telemetrie ist die einzige Kategorie, die standardmäßig deaktiviert ist.

5. Expert DNS

Expert DNS richtet sich an Nutzer, die lokale DNS-Overrides möchten, ohne den vollständigen Own-DNS-Ablauf einzuschalten. Es bleibt Premium, ist aber eher ein Werkzeug als eine Schutzfunktion.

  • Custom Hosts ordnet lokale Namen LAN-IP-Adressen zu, zum Beispiel nas.local → 192.168.1.10 .
  • Local DNS rules erlaubt Regeln vom Typ allow , block oder redirect , einschließlich Wildcards und begrenzter Regex-Regeln.
  • Test domain prüft, ob eine Domain auf einen Host-Eintrag oder eine Regel passen würde.
  • Import / export rules verschiebt Hosts und Regeln als JSON zwischen Geräten.

Wenn man keine manuellen Host- oder Redirect-Overrides braucht, sollte Expert DNS ausgeschaltet bleiben und stattdessen normales DNS-Switching oder Own DNS verwendet werden.

6. Import, Export, QR und TV-Transfer

Konfigurationen können per Code/QR, Datei, einmaligem URL-Import oder lokalem Telefon↔TV-Transfer mit Code/PIN übertragen werden.

Lokales Backup und Wiederherstellung

Der aktuelle Code enthält ein mehrteiliges lokales Backup für App-Einstellungen sowie optionale Historien und SSH-Daten.

  • Sensible Passwörter, private Schlüssel und Trusted-Host-Material werden nicht als Klartext-JSON vorgesehen.
  • Das verschlüsselte Komplett-Backup nutzt AES-256-GCM mit einem vom Benutzer vergebenen Passwort; das Passwort wird nicht von der App gespeichert.
  • Restore validiert den Umfang, zeigt eine Vorschau und erstellt vor Änderungen einen lokalen Recovery-Snapshot mit Rollback-Behandlung.
  • Es handelt sich um lokale Dateien, nicht um automatische Cloud-Synchronisierung.

7. Wi‑Fi Analyzer und Raum-Scans

Dieses Modul ist eines der am stärksten ausgebauten. Wichtig ist die Trennung in zwei Modi.

  • Basic Wi‑Fi scan ist in Free verfügbar. Er ist ein schneller stationärer Scan rund um das aktuelle Gerät und speichert keinen Verlauf.
  • Room Wi‑Fi scanner ist Premium. Damit kann man mit einem Telefon oder Tablet durch das Haus gehen, Messpunkte speichern, benennen und komplette Sitzungen vergleichen.

Was sind Räume und Punkte? Ein „Raum“ ist kein Cloud-Objekt und keine Gerätegruppe. Es ist einfach ein gespeicherter Messpunkt an einem physischen Ort, zum Beispiel „Wohnzimmer“, „Schlafzimmer“, „TV-Regal“ oder „Küche“. Jeder Punkt merkt sich, was das Telefon dort gesehen hat: Signalstärke, aktuellen Kanal, Zahl sichtbarer APs und Kanalempfehlungen.

So führt man einen vollständigen Raum-Scan durch:

  1. Den Room Scanner auf einem Telefon oder Tablet öffnen. Auf Android TV ist dieser Modus bewusst eingeschränkt, weil der Fernseher an einem Ort bleibt.
  2. Auf Start walk scan drücken.
  3. Am ersten Ort stehen bleiben und einen Punkt speichern. Die App kann sofort nach einem Namen für den Punkt fragen.
  4. In den nächsten Raum oder zur nächsten Position gehen und erneut Save room point verwenden.
  5. Falls nötig den letzten Punkt antippen und Rename last point wählen.
  6. Nach Abschluss der Route Finish and analyze auswählen.

So liest man die Ergebnisse:

  • Recommendation markiert die am wenigsten überlasteten Kanäle anhand sichtbarer Netze und ihrer Stärke.
  • Why this channel? zeigt die aus Überlappung abgeleitete Bewertung. Im 2,4-GHz-Band sind meist 1 / 6 / 11 die Schlüsselkänale.
  • Detected networks listet SSIDs/BSSIDs mit RSSI, Kanal, Band und Breite auf.
  • Heatmap zeigt, welche Kanäle sauberer wirken und welche stärker belegt sind.

A/B comparison dient dem Vergleich zweier gespeicherter Sitzungen, zum Beispiel vor und nach einem Kanalwechsel am Router oder zwischen zwei Router-Positionen. Die App erklärt, ob mehr benachbarte APs auftauchten, ob das aktuelle Netz den Kanal gewechselt hat und ob sich die 2,4-/5-GHz-Empfehlung verändert hat.

New scan from zero löscht nur die aktuell sichtbaren Ergebnisse auf dem Bildschirm und startet einen frischen Scan. Gespeicherter Raum-Verlauf wird dabei nicht gelöscht.

DFS auf 5 GHz bedeutet oft sauberere hohe Kanäle, aber Router können bei Radarerkennung gezwungen sein, den Kanal zu verlassen, und manche TVs unterstützen nicht jeden DFS-Kanal. Wenn Streaming instabil ist, ist ein stabiler Nicht-DFS-Kanal in Routernähe oft die sicherere Wahl.

Auf Telefonen und Tablets verlangt Android in der Regel Standortberechtigung oder „Nearby Wi‑Fi devices“ plus aktivierte Ortungsdienste. Auf Android TV stellt das System oft nur die aktuelle Verbindung bereit; vollständige Haus-Scans sind daher für ein mobiles Gerät gedacht.

8. Internet Speed Test

Der Speed Test hat zwei Stufen.

  • Quick test in Free liefert eine kurze Stichprobe und verbraucht weniger Daten.
  • Detailed test in Premium misst Download, Upload, Latenz und Jitter und speichert einen lokalen Verlauf.

Premium erlaubt außerdem die Wahl zwischen Auto, EU, US oder einer eigenen URL . Eine eigene Test-URL ist nützlich, wenn man das Verhalten gegenüber einem bestimmten Server oder dem eigenen Endpoint vergleichen möchte.

Verlauf ist besonders sinnvoll nach einem Wi‑Fi-Kanalwechsel, einem DNS-Wechsel, einer Router-Verschiebung oder für Vergleiche zu verschiedenen Tageszeiten.

Man sollte bedenken, dass detaillierte Tests echte Daten übertragen. In Mobilfunktarifen kann das Kontingent verbraucht werden.

9. Netzwerk-Tools und lokale Statistiken

Werkzeuge enthält DNS-/Website-Tests, Netzwerkdaten, einen Stabilitätsmonitor, WOL und den separaten Network Scanner Pro.

Network Scanner Pro

  • Host Discovery und Online-Geräte.
  • TCP-Portprofile und typische UDP-Sonden.
  • Diensterkennung und Geräteidentifikation.
  • Inventar, Scan-Verlauf und Unterschiede zwischen Ergebnissen.
  • Export, datenschutzbereinigte Diagnose und sichere Wiederaufnahme eines unterbrochenen Scan-Profils.

WOL PRO und Remote Wake

Vollständige WOL-PRO-Anleitung

WOL PRO speichert Name, MAC, Broadcast und UDP-Port als Profil, validiert die Daten, sendet den Magic Packet und führt lokalen Verlauf. Profile können per AGWOL1/QR übertragen werden; Sicherheitstoken werden nicht im Profilcode exportiert.

Remote Wake ohne ADB: Auf Android TV Remote Wake aktivieren und ein Profil freigeben. Solange der DNS/VPN-Dienst der App läuft, kann der TV eine lokale Seite auf Standardport 8766 anbieten. QR mit dem Telefon scannen, Remote-Wake-Token eingeben, Profil wählen und Wake drücken. Nur für vertrauenswürdiges LAN; Port nicht ins Internet weiterleiten.

10. SSH Pro, Terminal, SFTP und Tunnel

SSH ist ein vollständiger Premium-Workspace für eigene bzw. autorisiert verwaltete Server, NAS und Router.

Profile, Befehle und Terminal

  • Profile, Favoriten/Duplikate, Quick-Command-Makros und Befehlsverlauf.
  • Empfindliche Makros können Biometrie verlangen.
  • Interaktives Terminal mit Historie, Copy/Save, Schriftsteuerung, Ctrl+C, mehreren/persistenten Sitzungen und Reconnect.

SFTP und Transfer Center

  • Zwei-Fenster-Dateimanager, Multi-Select, rekursiver Upload/Download, Ordner, Rename, Move, Delete, chmod und Lesezeichen.
  • Transfer-Warteschlange mit Quelle→Ziel, Fortschritt, Geschwindigkeit, ETA, Pause/Fortsetzen/Stop/Retry und speicherbaren Logs.

Tunnels Pro und Jump Host

  • LOCAL -L, REMOTE -R und DYNAMIC SOCKS5 -D.
  • Mehrere Tunnel pro Profil, Start/Stop/Restart und optional Auto-Start.
  • Jump Host/Bastion mit getrennten Zugangsdaten und Host-Key-Prüfung.

SSH-Sicherheit, Import und Backup

  • Known Hosts und Host-Key-Prompts; Identity Vault mit Ed25519, ECDSA P-256 oder RSA-4096.
  • Private Schlüssel werden lokal über Android Keystore/AES-GCM geschützt; Public-Key-Installation in authorized_keys und OpenSSH-Zertifikate werden unterstützt.
  • Import aus WinSCP, OpenSSH config und PuTTY; riskante/verschlüsselte Desktop-Geheimnisse werden nicht blind übernommen.
  • OpenSSH-Export ohne Passwörter/private Schlüssel sowie separates verschlüsseltes SSH-Backup für Profile, SFTP-Lesezeichen, Tunnel, Jump Hosts und Trusted Hosts.

11. Walkie Talkie Free und Walkie Beta QR Premium

Die App hat jetzt zwei unterschiedliche Kommunikationsmodule, die nicht verwechselt werden sollten.

Walkie Talkie Free ist das klassische Bluetooth-Modul. Zuerst koppelt man die Telefone in den Android-Bluetooth-Einstellungen, dann versetzt man ein Gerät in den Wartemodus und verbindet sich vom anderen Gerät aus über die Liste gekoppelter Gespräche. Es bietet Chat, Fotos, Rufsignal, Lautsprecherumschaltung und Half-Duplex-Hold-to-Talk. Neuere Updates brachten zusätzlich Gesprächslisten, Nearby-BLE-Erkennung und ein leichteres Akkuverhalten.

Walkie Beta QR ist das neue Premium-Modul und getrennt vom klassischen Walkie.

  • Es funktioniert nur auf kompatiblen Telefonen und Tablets aus Google Play. Auf Android TV startet es nicht.
  • Der Host erstellt einen Raum und zeigt einen QR-Code oder Einladungscode an.
  • Ein Teilnehmer scannt den Live-QR, wählt ein QR-Foto aus der Galerie oder fügt den Code manuell ein.
  • Die Verbindung läuft lokal über Nearby Connections , ohne App-Cloud und ohne öffentliches Raumverzeichnis.
  • Sprache ist Half-Duplex Hold-to-Talk : Nur die Person, die gerade die Taste hält, spricht.
  • Es gibt außerdem Rufsignal, Chat, Foto-Freigabe und eine Lautsprecherumschaltung.

Häufigste Voraussetzungen für Walkie Beta QR: Premium, Google Play Services/Nearby, Bluetooth, Mikrofon, Kamera und auf manchen Android-Versionen zusätzlich Standort oder Berechtigung für Geräte in der Nähe.

Wenn Nearby auf dem Telefon nicht verfügbar ist, bleibt das klassische Bluetooth-Walkie der Rückfallweg.

12. Android TV, Launcher, Widgets und Auto/Bluetooth

  • Pin to Home / Add to Favorites : Einige Fernseher, darunter ausgewählte Sony-Modelle, fügen neue Apps nicht automatisch zur Startreihe hinzu. Apps öffnen, OK lang drücken und die App manuell anheften.
  • Leanback shortcut : Die App veröffentlicht zusätzlich eine Launcher-Verknüpfung, die separat erscheinen kann.
  • Autostart : Nach dem Start von Android TV kann die App die aktuellen DNS-Einstellungen oder ein ausgewähltes Profil wiederherstellen.
  • Widgets : Es stehen Widgets zum Starten/Stoppen von DNS sowie ein DNS-Profil-Widget zur Verfügung.
  • TV recording helper und on-screen remote sind Testwerkzeuge für saubere TV-artige Screenshots und Videos.
  • Android Auto compatibility versucht Konflikte zwischen DNS-VPN und Android Auto zu reduzieren.
  • Auto/Bluetooth rules erlauben die Auswahl eines Auto-Bluetooth-Geräts und die Entscheidung, ob DNS beim Verbinden mit dem Auto automatisch getrennt werden soll und ob der frühere DNS-Zustand später wiederhergestellt wird.

13. Datenschutz und wichtige Hinweise

Das Modell bleibt local-first. Netzwerkfunktionen verbinden sich jedoch mit vom Benutzer gewählten Diensten und Geräten.

  • SSH/SFTP verbindet direkt zum eigenen Host; Profile, Known Hosts, Identity Vault und Transfer-Logs bleiben lokal, sofern sie nicht exportiert werden.
  • Network Scanner und WOL arbeiten im lokalen Netz und dürfen nur autorisiert verwendet werden.
  • Remote Wake stellt nur bei laufendem App-Dienst einen lokalen HTTP-Listener bereit, verlangt ein Token und darf nicht ins Internet veröffentlicht werden.
  • Sensible SSH-Daten gehören nur in ein verschlüsseltes lokales Backup.